

Der fünfte Durchgang nach der Pilotphase im Jahr 2005 hat am 3. Dezember 2009 mit dem Kennenlernfest an der Otto-Wels-Grundschule begonnen. Die vierzehn Mentoren trafen sich am 28. Januar zu einem Erfahrungsaustausch untereinander und mit den Klassenlehrerinnen der Mentees.
Das Nightingale-Projekt, das seinen Ursprung in Schweden hat, läuft seit 2005 in Berlin. Lehramt-Studierende der Freien Universität Berlin treffen sich über einen Zeitraum von etwa sieben Monaten mit SchülerInnen der Otto-WelsGrundschule. Einmal wöchentlich holen die Studierenden „ihr Kind” zu Hause ab und unternehmen etwas mit ihm. Sie gehen in Museen, fahren an Seen oder schauen sich die Uni an. Dabei bleibt auch noch Zeit, sich gemeinsam in ein Café zu setzen und sich über die vergangene Woche auszutauschen. Die Kinder bekommen auf diese Weise eine Bezugsperson, die sie durch das ganze Schuljahr begleitet. Manchmal entstehen daraus auch Freundschaften, die noch andauern, wenn der Pate und das Kind gar nicht mehr in das Projekt eingebunden sind.
Das Ziel des Projekts besteht darin, einen Beitrag zum Fremdverstehen und zum interkulturellen Lernen zu leisten. Dies bedeutet auf der einen Seite Kindern mit Migrationshintergrund aus sozialen Brennpunkten bessere Deutschkenntnisse und neue Perspektiven aufzuzeigen. Auf der anderen Seite erhalten Lehramt-Studierende einen konkreten und realen Einblick in die Lebensumstände eines Kindes mit Migrationshintergrund und können somit die Lehrerausbildung mit praktischer Erfahrung ergänzen.
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter www.nightingale-projekt.de

Träger des Quartiersverfahrens ist die ASUM - Angewandte Sozialforschung und urbanes Management GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dem Bezirksamt Friedrichshain- Kreuzberg von Berlin im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“.
