Kiezgeschehen

Hier lesen Sie, was im Kiez passiert: Wir berichten über Aktionen, Veranstaltungen, Feste, hohen Besuch am Wassertor und vieles mehr. Senden Sie Ihre Anregungen, Fragen, Themen-, Porträt- und Interviewvorschläge gerne per Mail an unsere Kiezredakteurin Kati Sprung:

kiezredaktion@quartiersmanagement-wassertorplatz.de


Multiplikatorin, Ideengeberin und Organisationstalent

Rania Nehme erhält den Berliner FreiwilligenPass 2017

Oktober 2017. Am 24.10.2017 wurden 96 Berlinerinnen und Berliner geehrt, die sich durch besonderes freiwilliges Engagement für das Land Berlin verdient gemacht haben. Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach überreichte im Rahmen einer Feierstunde im Roten Rathaus 84 FreiwilligenPässe und 12 FreiwilligenPässe Flüchtlingshilfe. Die Ehrenamtlichen sind in 27 Organisationen aktiv und wurden von den Organisationen selbst für diese Ehrung vorgeschlagen.

Rania Nehme

Rania Nehme

Geehrte und Vertreter der Organisationen und des Senats

Geehrte und Vertreter der Organisationen und des Senats

Das Quartiersmanagement Wassertorplatz schlug in diesem Jahr Rania Nehme vor. "Sie ist Multiplikatorin im Quartier und organisiert unermüdlich Aktionen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern für ein besseres nachbarschaftliches Miteinander", heißt es in der Danksagung in Rania Nehmes FreiwilligenPass. Weiterhin ist sie Ideengeberin und Organisationstalent bei Stadtteilfesten und Ansprechpartnerin und Patin für Projekte des Aktionsfonds. Zudem war sie langjährig als Quartiersrätin tätig.

Senatorin Elke Breitenbach

Senatorin Elke Breitenbach

Musik: United Swingtett

Musik: United Swingtett

Im Wappensaal des Roten Rathauses

Im Wappensaal des Roten Rathauses

Mit der Verleihung der FreiwilligenPässe, die zweimal im Jahr von der Senatssozialverwaltung ausgerichtet wird, bedankt sich das Land Berlin für das Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Ziel ist es, eine Kultur der Anerkennung des Ehrenamts zu etablieren. Der Pass dient als Nachweis über freiwilliges ehrenamtliches Engagement. Seit dem vergangenen Jahr werden die FreiwilligenPässe Flüchtlingshilfe für spezielles Engagement in diesem Bereich verliehen. Zudem gibt es einen Schüler FreiwilligenPass, der jungen Menschen den Einstieg ins ehrenamtliche Engagement erleichtert. Diese Pässe werden einmal jährlich in einer gesonderten Veranstaltung verliehen.

Die Fotos wurden - mit Ausnahme des Porträts von Rania Nehme - mit freundlicher Genehmigung von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales / © Sabine Schlaak zur Verfügung gestellt.


Der Wassertorkiez startet kreativ in den Herbst

Beim Kunsttag wurde es nicht nur bunt, sondern auch schaumig

Oktober 2017. Unter dem Motto "Gemeinsam bunt in den Herbst" veranstaltete das QM Wassertorplatz in Zusammenarbeit mit der Gewobag einen Mitmach-Tag für alle kleinen und großen Kiezbewohner*innen.

Der Maldurchgang

Feierlich wurde der "Maldurchgang" eingeweiht, ein Durchgang zwischen den Wohngebäuden am Kastanienplatz und deren Innenhöfen. Es ist eine Weiterentwicklung des Projekts "Mobile Malwand" der Künstlerin und Quartiersrätin Lucia Peinado Metsch. Die Regenbogenfabrik-Holzwerkstatt hatte zwei gegenüberliegende Pinnwände aus feuerfesten Weichfaserplatten in den Durchgang gebaut. Dort kann jetzt nach Lust und Laune täglich gemalt werden. "Ich wünsche mir, dass der Maldurchgang als Aktions- und Begegnungsort für die Nachbarschaft angesehen wird und auch anderweitig genutzt wird. Zum Beispiel als Ausstellungsort, Fotokulisse und Arbeitsplatz im Freien", sagte die Künstlerin.

Dies ist das erste Projekt, das mit dem Gewobag-KiezGeld finanziert wurde. Damit fördert die Gewobag nachbarschaftliche Initiativen und gute Ideen, um die Quartiere zu verschönern. "Ich freue mich, wenn wir damit zur Vielfalt in den Berliner Kiezen beitragen können und die Verbesserung oder das Wiederentdecken der Nachbarschaften fördern", sagte Herr Tarras, Geschäftsführer der Gewobag MB Mieterberatungsgesellschaft. Wer sich für das Gewobag-KiezGeld interessiert, findet alle Informationen hier.

Die Fotos zum Maldurchgang wurden mit freundlicher Genehmigung von der Gewobag / © Aurelio Schrey zur Verfügung gestellt.

Nachwuchs-Fotokünstler im Kiez

Im QM-Büro am Kastanienplatz fand außerdem die Finissage des Fotowettbewerbs statt. Im September hatten sich Anwohner*innen bei einem Fotoworkshop in die Kunst der Fotografie einführen lassen und sich bei einem anschließenden Kiezspaziergang ausprobiert. Es sind beeindruckende Bilder entstanden, die im nächsten Jahr in Form eines Kiezkalenders veröffentlicht werden. Bei der Finissage konnte jeder Gast seine zwei Lieblingsmotive wählen und die neuen Kiezfotografen erhielten tolle Preise.

Die Aktion wurde über den Aktionsfonds gefördert.

Buntes Band der Bäume

Foto © Aurelio Schrey/ mit freundlicher Genehmigung der Gewobag

Foto © Aurelio Schrey/ mit freundlicher Genehmigung der Gewobag

Auch die Kastanien sind derzeit bunt geschmückt. Zwischen dem Kastanienplatz und den Wohnblöcken am Böcklerpark wurden - bereits im September - die Bäume mit bunten Stoffen ummantelt. Die Mitmachaktion sorgt für ein schöneres Wohnumfeld und stellt eine Verbindung zwischen beiden Orten her.

Die Aktion "Buntes Band der Bäume" wurde ebenfalls über den Aktionsfonds gefördert.

Espuma - Eine Installation in Schaum von Max Frey

In der Galerie Leslie am äußeren Rand des Kastanienplatzes fand der Kunsttag seinen meditativen Abschluss mit der Finissage zu Max Freys Installation "Espuma". Dabei blies eine Schaumkanone weißen Schaum in den Galerieraum, der sich nach und nach immer mehr füllte. Der Schaum ließ die Betrachter*innen seine raumgreifende, verspielte und zugleich flüchtige Qualität erfahren. In der Galerie finden regelmäßig Ausstellungen statt.

Die Fotos zu "Espuma" von Max Frey wurden mit freundlicher Genehmigung von der Galerie Leslie / © Leslie, Max Frey zur Verfügung gestellt.


Oktoberfest in der Gitschiner 38

Die Begegnungsstätte spielt auf zum Tanz

September 2017. Der Veranstaltungsraum der Begegnungsstätte in der Gitschiner Straße ist gut gefüllt: Vor dem musikalischen Live-Programm stärken sich die Senior*innen bei Kaffee und Kuchen. Als der Musiker Kiril Janev sein erstes Lied spielt, bleibt die Tanzfläche nicht lange leer.

Der gebürtige Bulgare weiß, was sein Publikum hören will, denn er kennt die Begegnungsstätte in der Gitschiner Straße mittlerweile sehr gut. "Seit zehn Jahren spiele ich als Alleinunterhalter bei Festen dieser Art in der Einrichtung," erzählt er. Er hat sogar zwei seiner Fans mitgebracht. Das Ehepaar Behrendt ist aus dem Osten der Stadt extra in den Wassertorkiez gereist, um beim Oktoberfest zu Kirils Musik tanzen zu können. "Heute ist unser 48-jähriger Hochzeitstag," verraten die beiden, schreiten zur Tanzfläche und lassen fast keinen Tanz aus.

Alleinunterhalter & Musiker:

Alleinunterhalter & Musiker:

Kiril Janev

Kiril Janev

...und seine Fans: die Behrendts

...und seine Fans: die Behrendts

Getrud Kaiser leitet die Begegnungsstätte. "Mir ist es besonders wichtig, den Menschen hier kulturelle Anregungen zu geben," sagt sie. Die Einrichtung ist eine Anlaufstelle für alle älteren Bewohner und Bewohnerinnen des Wassertorkiezes.

Diese Bewohnerin lebt seit über 30 Jahren im Wassertorkiez

Diese Bewohnerin lebt seit über 30 Jahren im Wassertorkiez

Gertrud Kaiser im Gespräch mit Teresa Weis (QMW)

Gertrud Kaiser im Gespräch mit Teresa Weis (QMW)

In der Freizeitstätte gibt es tägliche und wöchentliche Angebote für Senior*innen und es werden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen und Feste ausgerichtet, die viele Menschen unterschiedlichster Herkunft anziehen. Immer wieder finden auch Treffen mehrerer Generationen statt, und es gibt ein breites Spektrum an Angeboten, die sich besonders an Menschen mit Behinderungen richten.

Die Website der Begegnungsstätte wird zur Zeit überarbeitet.

Telefonisch erreichen Sie sie unter: 030 50 58 54 50.


Älter werden im Wassertorkiez

Ein Kiezspaziergang aus Seniorensicht

September 2017. Ist der Kiez barrierefrei? Wo kann ich mich ausruhen? Komme ich mit dem Verkehr zurecht? Das Netzwerk "Für mehr Teilhabe älterer Menschen in Kreuzberg" veranstaltete einen Kiezspaziergang für Senior*innen in Zusammenarbeit mit dem MehrGenerationenHaus Wassertor 48.

Route1: Moritzplatz

Route1: Moritzplatz

Otto-Suhr-Siedlung

Otto-Suhr-Siedlung

Lobeckstraße

Lobeckstraße

MGH/Wassertorstraße

MGH/Wassertorstraße

Über 30 Teilnehmer*innen schritten bei schönstem Herbstwetter den Wassertorkiez in vier Gruppen bzw. Routen ab, um zu überprüfen, wie es um die Barrierefreiheit, die Sitzmöglichkeiten und den Verkehr im Kiez bestellt ist. So wurde z.B. geschaut, ob die Straßenübergänge für Menschen im Rollstuhl oder mit Rollatoren einfach zu überqueren sind. Mit dabei waren viele Anwohner und Anwohnerinnen, einige im Rollstuhl, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des MGH und des Quartiersmanagements Wassertorplatz und Engagierte aus dem Netzwerk "Für mehr Teilhabe älterer Menschen in Kreuzberg".

Protokollant Stephan Pringal/MGH

Protokollant Stephan Pringal/MGH

Teilnehmerinnen des Seniorennetzwerks

Teilnehmerinnen des Seniorennetzwerks

Gruppenbild vor dem MGH

Gruppenbild vor dem MGH

Anschließend wurden bei Kaffee & Kuchen die Beobachtungen ausgewertet und gemeinsam überlegt, welche Veränderungen der Kiez braucht, um ihn für alle älteren Nachbar*innen angenehmer zu gestalten. Hier ging es neben den o.g. Punkten auch um die spärlichen Einkaufsmöglichkeiten, die fehlenden öffentlichen Toiletten und die ungenutzen Räume im Gebiet. Neben Anregungen und Verbesserungsvorschlägen wurde positiv vermerkt, dass es in unserem Kiez viele schöne grüne Ecken gibt und dass er stellenweise nicht so dicht bebaut ist. In Zukunft sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, die die Ergebnisse aus den Protokollen des Spaziergangs den zuständigen öffentlichen Stellen präsentieren.


60 Jahre Jugendverkehrsschule am Wassertorplatz

Jubiläumsfeier & Opferfest mit dem EIZ

September 2017. Die Jugendverkehrsschule am Wassertorplatz lud gemeinsam mit dem Europäischen Integrationszentrum alle Nachbar*innen ein, das 60-jährige Jubiläum in Verbindung mit dem muslimischen Opferfest zu feiern. Für kleine und große Gäste gab es ein umfangreiches Angebot: Fahrrad fahren, Geschicklichkeitsparcours, Bonbonwurf- und Buttonmaschine, Kinderschminken sowie leckeres Essen und Trinken. Zu Gast waren außerdem Andy Hehmke, der Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Ordnung, Schule und Sport, und Ingo Schmitt, der Präsident der Landesverkehrswacht.

Jugendverkehrsschulen bieten ein geschütztes Übungsgelände in der Großstadt. Hier werden alle 4.-Klässler Berlins auf die Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet. In der Jugendverkehrsschule am Wassertorplatz haben Kinder bereits 60 Jahre Verkehrs- und Bewegungssicherheit trainiert. Von montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr steht der Ort als Oase Verkehrsgarten allen interessierten großen und kleinen Nachbar*innen als Freizeitstätte offen.


Mit dem Rad Radio machen

Das Newsbike vom Verein WassertoMEDiEN kurvt ab jetzt durch den Kiez

Am 25. Juli startete das nagelneue „Newsbike“ seine erste Tour durch den Wassertorkiez. Die mobile Radiostation war zwischen Moritzplatz und Prinzenstraße unterwegs und erfreute sich zahlreicher Interessenten - sowohl aus der Nachbarschaft als auch aus den Medien.

Ralf Pierau von WassertorMEDiEN auf der Tauffahrt des Newsbike

Ralf Pierau von WassertorMEDiEN auf der Tauffahrt des Newsbike

Die rbb Abendschau war vor Ort, viele Berliner Medien berichteten über das Newsbike

Die rbb Abendschau war vor Ort, viele Berliner Medien berichteten über das Newsbike

Aber was ist eigentlich ein Newsbike? Der gemeinnützige Verein WassertorMEDiEN hat eine Fahrrad-Rikscha zum mobilen Aufnahmestudio umfunktioniert. Damit berichten Radiomacher*innen aus den Projekten und Kursen des Kreuzberger Medienvereins live aus allen Berliner Ecken. Zum Projekt gehört auch der gerade umgebaute Studioraum des Vereins im MehrGenerationenHaus Wassertorstraße 48. Kinder und Jugendliche können die mobile Technik des Studios auf die Rikscha packen und diese als Ü-Wagen nutzen.

Umgestaltetes Studio von WassertorMEDien

Umgestaltetes Studio von WassertorMEDien

„Alle Medienmacher“, erklärt Ralf Pierau von WassertorMEDiEN, „können bei oder mit uns und mit viel Spaß Radio machen, Clips und Filme produzieren oder einfach an multimedialen Projekten basteln.“ Das Newsbike wurde mit Unterstützung von P+S Sparen der Berliner Sparkasse und vom Deutschen Kinderhilfswerk realisiert.

Alle Fotos wurden mit freundlicher Genehmigung vom Verein WasstorMEDiEN zur Verfügung gestellt, die Rechte liegen bei Ulli Joßner. Mehr zum Verein erfahren Sie hier. Einen weiteren Bericht zur ersten Newsbike-Fahrt können Sie hier lesen.


Zwei Sommerfeste auf einen Streich

Der Kiez feiert in der Wassertorstraße und im Böcklerpark

Am 15. Juli 2017 wurde gleich zweimal sommerlich gefeiert im Wassertorkiez: Das Statthaus Böcklerpark richtete an diesem Tag sein diesjähriges Sommerfest aus. Gleichzeitig präsentierten sich die Vereine und Institutionen aus dem Quartier beim Markt der Akteure, der jährlich vom MehrGenerationenHaus Wassertorstraße 48 organisiert wird.

Comedian Idil Baydar alias Jilet Ayse

Comedian Idil Baydar alias Jilet Ayse

DJanes beim Statthaus Böcklerpark

DJanes beim Statthaus Böcklerpark

Markt der Akteure 2017

"Ich schwör auf alles!"

Idil Baydar alias Jilet Ayse moderierte auch in diesem Jahr das Bühnenprogramm am Ende der Wassertorstraße - immer in ihrer unnachahmlich herzlich schnoddrigen Art: "Liebe, Zusammenhalt und auf die Straße spucken", das seien die Spezialitäten des Wassertorkiezes, rief die deutschlandweit bekannte Comedian ihren Kreuzberger Fans zu. In ihren Moderationspausen wurde sie umringt von den Kindern und Jugendlichen aus dem Kiez und hatte für jede/n motivierende Worte parat: "Nächstes Jahr seh ich dich auf der Bühne, Schwester!" Sie bedankte sich bei allen Akteuren und vor allem beim MGH für die Arbeit im Kiez.

Radparcours der Verkehrsgarten Oase

Radparcours der Verkehrsgarten Oase

Fahrradrikscha aka Newsbike / Wassertormedien

Fahrradrikscha aka Newsbike / Wassertormedien

Von Eierlauf bis Wahlquiz

Für die Kinder gab es neben Hüpfburg, Drachenjagd und Eierlauf auch einen Hindernisparcours von der Verkehrsgarten Oase und sie konnten an der mobilen Malwand von Quartiersrätin Lucia Peinado Metsch kreativ werden. Die erwachsenen Gäste wurden beim Wahlquiz des MGH aufgefordert, Sätze aus den aktuellen Wahlprogrammen den jeweiligen Parteien zuzuordnen. Unter dem Motto "Deine Banane, deine Republik - geh wählen!" durften alle AnwohnerInnen ihren Wahlschein abgeben. Der Hintergrund: 33% der BewohnerInnen aus dem Gebiet sind nicht wahlberechtigt.

Wahlquiz vom MGH

Wahlquiz vom MGH

Deine Banane, deine Republik!

Deine Banane, deine Republik!

Geh wählen!

Geh wählen!

Der Verein Wassertormedien e.V. präsentierte sein neues Newsbike, eine Fahrradrikscha. Seit Kurzem kurvt die mobile Radiostation durch den Kiez und wurde bereits von vielen Berliner Medien vorgestellt. Am Stand des Quartiersmanagement Wassertorplatz konnten die AnwohnerInnen ihre Lieblingsorte auf der Gebietskarte markieren und Vorschläge für ein schöneres Wohnumfeld machen.

Arabische Lieder, russische Chansons und afrikanische Kochbananen

Musikalisch wurde der Markt der Akteure abwechslungsreich begleitet - vom Frauenchor des MGH über den Kiezrapper Ali bis hin zu den russischen Chansons von Viktoriya Balitska. Im Innenhof der Flüchtlingskirche St. Simeon spielte zu Kaffee & Kuchen eine Band traditionelle arabische Lieder. Kulinarisch wurden die NachbarInnen mit türkischen und afrikanischen Spezialitäten versorgt. Und am Zuckerwattestand standen nicht nur die kleinen BewohnerInnen ausdauernd Schlange.

Mobile Malwand vor St. Simeon

Mobile Malwand vor St. Simeon

Innenhof der Flüchtlingskirche

Innenhof der Flüchtlingskirche

Sommerfest im Statthaus Böcklerpark

Umsonst und draußen

Das Sommerfest vom Statthaus Böcklerpark wurde gemeinsam mit der Lebenshilfe Berlin organisiert, die Beratung und Angebote für Behinderte, ihre Freunde und Familien anbietet. Hier konnten sich die Gäste T-Shirts im Siebdruckverfahren bedrucken, sich schminken, kostümieren und fotgrafieren lassen. Zum Fußballturnier waren 70 Kinder und Jugendliche aus dem Gebiet gekommen.

Allez Disco draußen...

Allez Disco draußen...

...im Innenhof des Statthauses

...im Innenhof des Statthauses

Allez Disco

Am Nachmittag wurde zur Musik der DJ Teams der Allez Disco viel und ausdrucksstark getanzt. "Es ist immer wieder schön zu sehen, dass hier eine Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung stattfindet", sagte eine Mitarbeiterin. Jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat sind alle AnwohnerInnen eingeladen, die Allez Disco für Menschen mit und ohne Behinderung zu besuchen. Wer beim Fest nicht dabei sein konnte, kann auf der Facebookseite vom Statthaus Böcklerpark ein kurzes Video anschauen.

Das Quartiersmanagement am Wassertorplatz bedankt sich bei allen NachbarInnen und Akteuren für die schöne Atmosphäre bei beiden Festen und natürlich auch für die Organisation. Der Markt der Akteure wird über das Programm Soziale Stadt gefördert.


Darcos lausige Rache

Die Theatergruppe 'Kreuzberger Optimisten' machen als Familie Gurkenkraut Radau.

Lebendig, kratzbürstig und amüsant: Anfang Juli spielte die Theatergruppe 'Kreuzberger Optimisten' das Stück Darcos lausige Rache im Saal der St. Simeon-Gemeinde.

Bunt und zahlreich: Familie Gurkenkraut © Sergiy Balitskiy

Bunt und zahlreich: Familie Gurkenkraut © Sergiy Balitskiy

In dem vom Kreuzberger Autor Arnd Moritz verfassten Stück verfolgen die zahlreichen schrillen Gurkenkrauts ihre eigenen Interessen, um sich ihre Rolle im Gurkenimperium des Familienoberhaupts und Gurkenkönigs Jaromir zu sichern. Da bedarf es schon der geheimnisvollen Kräfte vom inhaftierten Sohn/Bruder/Neffen Darco, um dem egoistischen Treiben seiner Verwandten Einhalt zu gebieten. Seine Rache ist, und das ist ganz wörtlich zu nehmen, 'lausig' und bringt die irre und wirre Familie erst zum Kratzen und dann zur Räson.

Schattengestalt Darco © Sergiy Balitskiy

Schattengestalt Darco © Sergiy Balitskiy

Ganz und gar nicht lausig war die Performance der engagierten Schauspieltruppe, die bei der dritten und vorerst letzten Aufführung vor fast vollen Reihen spielte. Regisseur Konstantin Oeffler wurde als Dank für seine Arbeit eine goldene Ananas von seinen Kolleg*Innen überreicht. Gerührt bedankte er sich bei den SchauspielerInnen, beim Publikum und vor allem bei Viktoriya Balitska, deren Leitung und Engagement das Kieztheater überhaupt erst möglich macht.

Das Kieztheater wird über das Projekt Chor and more vom QM Wassertor gefördert.


And the winner is...

Bezirksmedaillen für Emel Yarcan und Gabriele Döring

Am 30.6.2017 wurden im Rahmen eines Festakts die Bezirksmedaillen für Friedrichshain-Kreuzberg verliehen. Gleich zwei Medaillen gingen an ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des MehrGenerationenHauses Wassertor 48: Emel Yarcan kocht wöchentlich 30 bis 40 Mittagessen im MGH, vor allem für Kinder. Auch Gabriele Döring, die aufgrund von Krankheit nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte, hilft beim Kochen und backt außerdem dienstags Kuchen für Senioren.

BVV-Vorsitzende Kristine Jaath, Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann, Emel Yarcan © MGH

BVV-Vorsitzende Kristine Jaath, Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann, Emel Yarcan © MGH

"Ohne ihr ehrenamtliches Engagement wäre Friedrichshain-Kreuzberg nicht der bunte Bezirk, der er ist, in dem Menschen aus allen Ländern der Welt zuhause sind", heißt es in der Pressemitteilung des Bezirksamtes. Mit der Medaille werden jährlich Einzelpersonen, Gruppen und Initiativen geehrt, die sich in herausragender Weise um das Gemeinwohl im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg kümmern. Auch die Berliner Woche berichtete.

Auch das QM Wassertorplatz gratuliert den beiden engagierten Nachbar*innen ganz herzlich!


Auf die Plätze, fertig, guten Appetit!

Einladung zum Fastenbrechen und Zuckerfest vom Europäischen Integrationszentrum

Am 17. Juni wurde ein gemütliches Nachbarschaftsfest im MehrGenerationenHaus zum abendlichen Fastenbrechen (Iftar) im Ramadan begangen. Das Europäische Integrationszentrum (EIZ) hatte alle Nachbar*Innen aus dem Kiez eingeladen, an dem liebevoll ausgerichteten Abendessen teilzunehmen. Mit dem Sonnenuntergang wurden lauwarmes Rosenwasser, Datteln sowie Linsen- und Gemüsesuppe gereicht. Es gab gegrilltes Fleisch und Gemüse, Salate und für alle süßen Zähne Nachspeisen mit Zuckersirup.

Während des Fastenmonats nehmen Muslime von Beginn der Morgendämmerung bis Sonnenuntergang weder Speisen noch Getränke zu sich. "Beim Fasten im Ramadan geht es aber vor allem um die innere Dimension, nicht nur um das Nicht-Essen und Nicht-Trinken", erklärte einer der Gäste. Im Monat des Fastens sei es ebenso wichtig, die ethischen Verhaltensregeln einzuhalten (z.B. kein Klatsch & Tratsch, keine Beleidigungen und keine Lügen aller Art). Beim Fest waren Nachbar*Innen mit unterschiedlichsten Migrationshintergründen zu Gast: aus der Türkei, dem Iran, Afghanistan Libanon, Ägypten, Syrien, Aserbaidschan, Griechenland und mehr.

Knapp zwei Wochen später, am 28.6., lud das EIZ zum nachmittäglichen Zuckerfest in den MGH-Garten ein. Dieses Fest wird im Anschluss an den Fastenmonat Ramadan gefeiert. Viele Kinder aus der Nachbarschaft kamen mit ihren Eltern und freuten sich über kleine Geschenke, die ausgeteilt wurden. An der mobilen Malwand von Lucia Peinado Metsch konnten sie ihre Kreativität ausleben und sich auf dem Trampolin austoben. Für die Erwachsenen gab es wieder Leckeres vom Grill.

Unter der Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann engagiert sich das Europäische Integrationszentrum für die Geflüchteten im Kiez. Mit Hilfe von erfahrenen Sprach- und Integrationsmittlern wurde die Betreuung und Begleitung von Geflüchteten in der Notunterkunft Lobeckstraße sichergestellt. Die Turnhalle ist seit Frühjahr wieder frei, die Geflüchteten sind mittlerweile im Tempohome (Containerdorf) in Neukölln-Buckow untergebracht und waren zum Fastenbrechen natürlich auch eingeladen. "Wir hoffen, dass sie in unseren Kiez zurückkommen, wenn die Container hier bei uns fertiggestellt sind", sagte Rania Nehme vom EIZ. Ein Tempohome entsteht auch an der Alten Jakobstraße / Franz-Künstler-Straße und soll noch im Sommer bezugsfertig sein.


Sağlıklı yaşam Bayramı

Das erste Fest des gesunden Lebens im Kiez

Mai 2017. Heiß war es an diesem Tag auf dem 'Dorfplatz' des Wassertorkiezes - dem Kastanienplatz. In entspannter Atmosphäre war viel Bewegung an Kickertisch, Torwand, der Spielstraße und an den Ständen der Veranstalter aus dem Kieznetzwerk Kreuzberg.

Während große Seifenblasen unter den Kastanien umherschwebten, lauschten die Gäste im Schatten den jungen Berliner Musikern, die für den guten Zweck sogar ganz ohne Gage spielten. Mit dabei waren die Sängerin Lisa Akuah und die Singer/Songwriter MIO und Justus Wirth.

Lisa Akuah

Lisa Akuah

MIO

MIO

In der Kiezstube liefen währenddessen Workshops, die das MehrGenerationenHaus Wassertor 48 organisiert hatte. Besonders beliebt waren die Themen "Zucker und Übergewicht" und "Gesund essen im Alltag" von einer Ernährungsberaterin der ortsansässigen Krankenkasse BKK-VBU. Berrin Sayan vom Familienplanungszentrum Balance/FPZ informierte humorvoll und kompetent zum Thema Frauengesundheit. Das FPZ engagiert sich in der Gesundheitsversorgung geflüchteter Frauen in den Berliner Unterkünften und ist eine für jeden offene Beratungsstelle für die Themen Gesundheit für Frauen, in der Partnerschaft und Familie.

Sozialo-Organisatoren Boris Tacho und Jeron Bitto

Sozialo-Organisatoren Boris Tacho und Jeron Bitto

Berrin Sayan (FPZ) und Nicola Meyer (MGH)

Berrin Sayan (FPZ) und Nicola Meyer (MGH)

Seit September 2016 liefen die Planungen zum ersten Fest des gesunden Lebens, sagte Jeron Bitto, einer der Organisatoren des Vereins Sozialo e.V., der von der idealo Internet GmbH im Ritterhof gegründet wurde. Sein Kollege Boris Tacho reichte gesundes Bananenbrot und zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der langen Vorarbeit.

Bei Partnerorganisatoren konnten sich die Nachbar*Innen zum Thema Erziehung und Schule (Arbeitskreis Neue Erziehung) und dem Krankenkassenangebot für Familien (BKK VBU) beraten lassen. Auch das Europäische Integrationszentrum, das Familienzentrum Kleine Ritterburg und der Pflegedienst Mitte waren an der gelungenen Aktion beteiligt. "Es ist immer schwierig, ernstere Themen wie Gesundheitsförderung zu vermitteln und dafür Interesse zu wecken", sagte Mitorganisatorin Nicole Meyer vom MGH. Beim Fest des gesunden Lebens wurde ein erfolgreicher Anfang gemacht, vor Ort für das Thema zu sensibilisieren.

Das Fest des gesunden Lebens wurde vom Quartiersmanagement Wassertorplatz (im Rahmen des Aktionsfonds) gefördert.

Alle Fotos wurden mit freundlicher Genehmigung vom Verein Sozialo e.V. zur Verfügung gestellt, © Stefan Otte Photography.

Im Kieznetzwerk Kreuzberg engagieren sich seit 2016 Akteure und Unternehmen aus dem Gebiet. Mehr dazu hier.


Nachbarschaftsaktionen im Mai

Danke, Mama! Bastelaktion von Rania Nehme in der Kiezstube

Am 12. Mai 2017 fand in der Kiezstube eine Muttertags-Bastel-Aktion mit insgesamt 150 Kindern aus dem Wassertorquartier (!) statt. Initiatorin der Aktion war Rania Nehme, die sich seit langem im Kiez engagiert.

Die jüngeren Kinder hatten viel Freude daran, aus Kochlöffeln Puppen zu basteln und zu bemalen und eine Muttertagskarte anzufertigen. Die älteren Kinder stellten Armbänder und Ohrringe für ihre Mamas her sowie kleine Schmuckkästchen zur Aufbewahrung. Alle teilnehmenden Kinder waren mit viel Elan bei der Sache und freuten sich darauf, ihrer Mutter am darauffolgenden Sonntag ihr Geschenk präsentieren zu können. Die Aktion bot Kindern und Eltern (die vor allem bei den kleineren Kindern als Begleitung anwesend waren) die Möglichkeit, Kontakte im Kiez zu intensivieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Im Vorfeld hatte Rania Nehme die Otto-Wels-Grundschule kontaktiert und für die Aktion geworben. So nahmen im Laufe des Vormittags vier Klassen der Schule teil. Am Nachmittag kamen weitere Kinder aus dem Quartier hinzu, die über ausgehängte Flyer und Plakate sowie durch persönliche Ansprache und Empfehlungen von der Aktion erfahren hatten. Bei der Betreuung und Anleitung der Kinder wurde Rania Nehme von weiteren engagierten AnwohnerInnen unterstützt, die zum Teil spontan einsprangen, um dem Ansturm der kleinen TeilnehmerInnen gerecht zu werden. Danke, Rania!

Kiezkunst für alle auf dem Kastanienplatz

An drei Tagen Ende April/Anfang Mai 2017 stellte die Künstlerin und Quartiersrätin Lucia Peinado Metsch ihre mobile Malwand am Kastanienplatz auf. Alle kleinen und großen Nachbar*Innen waren herzlich eingeladen, ihre Malfreude wiederzuentdecken, sich auszuprobieren und auszuleben! Hier geht's zur Website der Künstlerin, auf der Sie mehr zu ihrer Arbeit und besonderen Malweise finden können.

Die Projekte von Rania Nehme und Lucia Peinado Metsch wurden über den Aktionsfonds gefördert. Haben Sie auch eine Idee für eine nachbarschaftliche Aktion? Melden Sie sich gerne bei uns! Mehr zum Aktionsfonds finden Sie hier.


Bildung, Beratung und Begegnung

Zehn Jahre Nachbarschafts- und Netzwerkarbeit im MGH (MehrGenerationenHaus)

April 2017. Berufe erraten, Buttons machen, Ebrubilder malen: Den kleineren Nachbar*Innen vom Wassertor wurde nicht langweilig beim Kiezfest vom MehrGenerationenHaus Wassertor 48. Nicht nur das MGH-Team um Geschäftsführerin Julia Lehmann freute sich über das gute Wetter. Auch die Quartiersräte waren mit von der Partie: Eléonore Bekamenga ließ Kinder schminken, Lucia Peinado Metsch hatte ihre mobile Malwand dabei und Marcel Exner machte eine gute Figur an der Popcornmaschine. So konnten die Erwachsenen sich bei Kuchen und Wüstenmokka vom Kaffeesatzkünstler Hakan Türkmen entspannt unterhalten und das Bühnenprogramm verfolgen.

Neben dem Berliner Abgeordneten Turgut Altug war auch die Bundestagsabgeordnete Cansel Kiziltepe vor Ort und richtete das Wort an die Gäste. Sie bezeichnete die Arbeit der Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen als "unverzichtbar". Hier finden Sie ihre Dankesworte zum Fest online. Ralf Hirsch (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen) und Jana Nowratzky (Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg) waren ebenfalls unter den Gästen und gratulierten der Einrichtung zum Jubiläum.

Cansel Kiziltepe (MdB) + Turgut Altug (MdA)

Cansel Kiziltepe (MdB) + Turgut Altug (MdA)

Afifeh El-Awad + Bussaina Trabelski (MGH)

Afifeh El-Awad + Bussaina Trabelski (MGH)

Lucia Peinado Metsch + Thomas Brockwitz (MGH)

Lucia Peinado Metsch + Thomas Brockwitz (MGH)

Dr. Laila Atrache-Younes + Lars Viehmeyer (QM)

Dr. Laila Atrache-Younes + Lars Viehmeyer (QM)

Marcel Exner

Marcel Exner

Hakan Türkmen

Hakan Türkmen

Am 27.4.2007 wurde das MGH als ein "Ort der interkulturellen und generationenübergreifenden Begegnung für Bewohner, Initiativen und Vereine eröffnet", heißt es in dem kurzen geschichtlichen Überblick, den alle Gäste beim Fest anschauen konnten. Hier erzählte das MGH über die eigene Entwicklung: Trägerwechsel, Baumaßnahmen, Ausrichtung und Angebote. Seit 2010/2011 sind Bildung, Beratung und Begegnung Schwerpunkte des Hauses.

Letzter Programmpunkt: Ein traditioneller türkischer Tanz

Letzter Programmpunkt: Ein traditioneller türkischer Tanz

Das MGH-Team

Das MGH-Team

Glückwünsche für das MGH von Heike Effertz (BA Friedrichshain-Kreuzberg), Cansel Kiziltepe (MdB), Anne Jeglinski (Paritätischer Wohlfahrtsverband), Ralf Hirsch (SenSW) an Julia Lehmann (MGH)

Glückwünsche für das MGH von Heike Effertz (BA Friedrichshain-Kreuzberg), Cansel Kiziltepe (MdB), Anne Jeglinski (Paritätischer Wohlfahrtsverband), Ralf Hirsch (SenSW) an Julia Lehmann (MGH)

Auf der Website des MGH finden Sie alle im Haus agierenden Initiativen und die aktuellen Veranstaltungen.

Das Quartiersmanagement Wassertorplatz bedankt sich für das tolle Fest, die großartige Arbeit des MGH-Teams, der Akteure und Ehrenamtlichen und freut sich auf die nächsten zehn Jahre. Herzlichen Glückwunsch, MGH!


Offene Türen am Kastanienplatz

Lokale Geschäfte, Büros und Projekträume stellten sich vor.

Januar 2017. Beim Tag der offenen Tür am Kastanienplatz zeigte kolor neue Möbel, Produkte und Designobjekte von Dahm Lee. Axel Schwab, Autor von "Labyrinth Tokio" und "Japan in Berlin" stellte bei tokyobike Berlin sein neuestes Werk "Sushi Guide" vor und hatte die Neuauflage "Genießen in Tokio" druckfrisch im Gepäck. Ein Skype-Gespräch mit dem Künstler Edi Danartono fand in der Galerie Leslie statt. place/making und Atelier Fanelsa präsentierten experimentelle Garteninterventionen und Reparaturen vom Projekt "Gartenarchipel Sonnenallee". Sommerhaus PIU bot einen Brennstempelworkshop an und die wellenmaschine lud zur Aftershow mit Musik.

tokyobike Berlin

tokyobike Berlin

Galerie Leslie

Galerie Leslie


Frühling im Winter

Bemalung des Trafohäuschens auf dem Wassertorplatz

Dezember 2016. Das Fassaden des Trafohauses auf dem nördlichen Ende des Wassertorplatzes wurden Ende 2016 mit einem frühlingshaften Naturmotiv dekoriert. Die Bemalung war im Rahmen eines von der AG Wohnumfeld organisierten Kiezrundgangs mit der Polizei vorgeschlagen worden, um einer weiteren Verwahrlosung dieses Häuschens und der Umgebung drumherum vorzubeugen.

Die vom QM Wassertorplatz in die Wege geleitete Malaktion wurde von Vattenfall finanziert und Mario Winkler von Motiv Wunsch durchgeführt. Er hatte bereits die Sprayaktion im Sommer begleitet, bei der viele Stromkästen im Kiez von Kindern der Otto-Wels-Grundschule verschönert wurden.

Am Wassertorplatz ist jetzt immer Frühling!

Am Wassertorplatz ist jetzt immer Frühling!


Advent am Wassertor

Kerzen, Kränze und der Kiezmarkt

Auch in diesem Jahr wurde die besinnliche Adventszeit am Wassertor gemeinschaftlich gestaltet. Es wurde gemeinsam gebastelt, gespielt und gefeiert.

Dezember 2016. Die St. Simeon-Gemeinde richtete an zwei Samstagen Bastelnachmittage aus: Zuerst wurden Adventskränze gebunden, beim zweiten Termin wurden Kerzen gegossen und verziert. Am Donnerstag, den 15.12., fand der alljährliche Adventsmarkt auf dem Kastanienplatz statt mit Angeboten von Akteuren aus dem Kiez. Alle Bewohner*innen waren herzlich eingeladen.

Kranzschmuck für alle

Kranzschmuck für alle

Schmuckes Adventslicht

Schmuckes Adventslicht

Der kleine Weihnachtsmarkt hatte für alle etwas zu bieten: Glühwein für die Großen und Waffeln für die Kleinen. Die St. Simeon-Gemeinde bot Kaffee und Kuchen an. Außerdem stellte sich das soeben gegründete internationale Catering Kamun vor, das mit geflüchteten Menschen aus Afghanistan, Eritrea, Iran, Somalia und Syrien arbeitet.

Das Kinderfreizeithaus Kleine Ritterburg verkaufte gebastelte Windlichter der dort betreuten Kinder und von den Müttern selbstgenähte Taschen. Das Europäische Integrationszentrum informierte über die Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung, z.B. zum Integrationslotsen.

Waffeln, Crepes oder herzhafte Gerichte?!

Waffeln, Crepes oder herzhafte Gerichte?!

Während sich die Besucher*innen bei Punsch und Glühwein unterhielten, konnten die Kinder in der Kiezstube basteln, sich von einem Karikaturisten porträtieren lassen, Lebkuchen verzieren, den Baum auf dem Kastanienplatz schmücken und sich an der mobilen Malwand von Lucía Peinado Metsch austoben.

Lebkuchenmalerei

Lebkuchenmalerei

Mobile Malwand

Mobile Malwand

Und last but not least noch ein adventliches Fundstück: Auf der Kiez-Facebook-Seite können Sie den weihnachtlichsten Balkon vom Wassertor bestaunen. Oder schauen Sie selbst einmal, ob Sie ihn beim nächsten Spaziergang entdecken!


Einladung in die Kiezstube

Herbstliche Verschönerungsaktion am Kastanienplatz

In der dunklen und kalten Jahreszeit braucht der Wassertorkiez einen gemütlichen Ort: Passend dazu wurde am 18. Oktober die soeben renovierte Kiezstube eingeweiht. Alle kleinen und großen Bewohner waren eingeladen, die Neueröffnung zu feiern und den aufgehübschten Raum auch in Zukunft häufig zu nutzen.

Einweihung: Thomas Brockwitz begrüßt die Gäste

Einweihung: Thomas Brockwitz begrüßt die Gäste

Oktober 2016. Schönes Licht, bunte Farben, neue Möbel und große Pflanzen: Afifeh El-Awad und Thomas Brockwitz vom MehrgenerationenHaus Wassertor 48 e.V. hatten die Renovierung der Kiezstube Anfang Oktober organisiert und freuten sich über zahlreiche Besucher*Innen an diesem gemütlichen Nachmittag. Bei Kaffee und Kuchen konnten die neuen Stühle, Tische, Sessel und Sofas sowie die angenehme Beleuchtung und natürlich der farbenfrohe Anstrich begutachtet werden.

Bei der Einweihung waren auch Quartiersrätin Lucia Peinado Metsch und ihre mobile Malwand mit dabei, die mittlerweile schon zum festen Bestandteil der Kiezfeierlichkeiten gehört. Thomas Brockwitz hatte außerdem das neu angeschaffte Lastenfahrrad mitgebracht, das von den Bewohner*Innen für kleinere Transporte innerhalb des Kiezes beim MGH ausgeliehen werden kann.

Kiezstube von außen

Kiezstube von außen

Kinderecke von innen

Kinderecke von innen

Die Räumlichkeiten wurden zuvor von Ehrenamtlichen und freiwilligen Mitarbeiter*Innen des MGH an zwei Nachmittagen renoviert und neu gestaltet. Das bestehende Mobiliar war veraltet und kaputt, es wurden multifunktionale Möbel für verschiedene Anlässe gebraucht und auch die Kinderspielecke benötigte dringend eine neue Ausstattung. Zudem wurde durch Pflanzen, Farben und schöne Dekoration eine freundliche, einladende Atmosphäre geschaffen.

Spaß bei der Renovierung, Bild links / Lange Tafel für Feste, Treffen und Aktionstage, Bild rechts

Spaß bei der Renovierung, Bild links / Lange Tafel für Feste, Treffen und Aktionstage, Bild rechts

Die Kiezstube liegt direkt am Kastanienplatz und ist ein Ort der Begegnung für die Bewohner*Innen des Quartiers. Der Raum wird von der Gewobag gestellt, vom MGH verwaltet und von der Nachbarschaft für unterschiedlichste Zwecke genutzt: Hier trifft sich der Mieterbeirat der Gewobag, es wird musiziert, getanzt, gespielt, genäht, gemalt und Yoga gemacht. Wöchentlich finden ein Frauenfrühstück und das Erzählcafé statt. Der Raum steht auch für Feierlichkeiten und Nachbarschaftstreffen zur Verfügung. In den Fenstern können Nachbarn Angebote und Gesuche aushängen.

Auch die Sprechstunde des Nachbarschaftsprojekts Kiez+ findet hier statt. Die Intitiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Nachbarn untereinander mehr zu vernetzen, ehrenamtliches Engagement zu stärken und veranstaltet z.B. Pflanzaktionen im Kiez, Kaffeeklatsch in den Treppenhäusern oder jetzt im Winter öfter Bastelnachmittage in der Kiezstube.

Bunte Ecke in der Kiezstube

Bunte Ecke in der Kiezstube

Bunte Bilder an der mobilen Malwand

Bunte Bilder an der mobilen Malwand

Eine vom QM Wassertorplatz geförderte EBRU-Kunstaktion fand Ende Oktober/Anfang November in der Kiezstube statt. Die EBRU-Kunst ist eine besondere Technik des Malens auf Wasser. Farben werden auf Wasser übertragen und anschließend die entstehenden Muster und Bilder auf Papier übertragen. Fotos und die kunstvollen Ergebnisse der Aktion können auf der Facebookseite des Wassertorkiezes bestaunt werden.

Informationen zur Kiezstube

  • Adresse: Bergfriedstraße 24, 10969 Berlin
  • Die Kiezstube ist ebenerdig erreichbar.
  • Wer sich für die Nutzung der Kiezstube und die Angebote interessiert, melde sich gerne beim MGH. Telefon: 030 615 07 261 E-Mail: mgh@mgh-wassertor.de

Das Projekt "Neuausstattung der Kiezstube" wurde vom Quartiersmanagement Wassertorplatz gefördert.


Kreuzberg von oben - Die Soziale Stadt sagt "DANKE!"

Am 22. September 2016 im SkyLiveClub von JustMusic

Einmal im Jahr bedanken sich die Kreuzberger Quartiersmanagement-Teams bei all denen, die das Programm Soziale Stadt in Kreuzberg mit Leben füllen. Erstmals wurden dazu in diesem Jahr nicht nur Quartiersräte und Aktionsfondsjury-Mitglieder, sondern auch viele andere Engagierte eingeladen. Ein Bühnenprogramm mit Kabaretteinlagen und Livemusik begleitete den festlichen Abend im SkyLiveClub von JustMusic in der Oranienstraße.

"In unserem Bezirk leben Menschen, die unheimlich solidarisch sind", sagte Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann in ihrem Grußwort. Das zeigte sich auch bei diesem Fest: Über 120 TeilnehmerInnen kamen zur Dankesveranstaltung der Sozialen Stadt 2016. Dazu gehörten vor allem Quartiersräte, Mitglieder der Aktionsfondsjurys und andere Engagierte aus den fünf Kreuzberger QM-Gebieten: Düttmann-Siedlung, Mariannenplatz, Mehringplatz, Wassertorplatz und Zentrum Kreuzberg/Oranienstraße. Das QM Wassertorplatz richtete die Feierlichkeiten aus.

Der Abend beginnt

Der Abend beginnt

An diesem besonderen Abend hatten die Damen das Sagen: Die drei Quartiersmanagerinnen vom QM Wassertorplatz eröffneten die Veranstaltung, begrüßten die in so großer Zahl erschienenen Gäste und dankten ihnen im Namen der QM-Teams für ihr Engagement. Humorvoll und verschmitzt verwiesen sie sodann alle Männer der Bühne - was sowohl für ihren Teamleiter galt wie auch für Ralf Hirsch, den für die Umsetzung des Programms Soziale Stadt in Kreuzberg zuständigen Vertreter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Die Herren nahmen es mit Humor. Im stilvollen Ambiente des SkyLiveClubs über den Dächern Kreuzbergs wurde bis nach Mitternacht gefeiert.

Ein festlicher Abend - Lichtspiele im SkyLiveClub

Ein festlicher Abend - Lichtspiele im SkyLiveClub

Eine weitere starke Frau und Star des Abends war die politische Comedian Idil Baydar. Wie schon beim diesjährigen Sommerfest am Wassertor trat sie in ihrer Figur Jilet Ayşe auf. Mit ihrer unnachahmlich schnoddrigen Art, mit erhobenem Zeigefinger und begleitet von schallendem Gelächter brachte das selbsternannte "Terrorkind" ihrem Publikum die Themen Migration und Bildung nahe. "Wir wollen dazugehören", rief Jilet Ayşe mit drohendem Augenzwinkern. Sie erntete viel Applaus. Zurzeit tritt Idil Baydar mit ihrem Programm in der Bar jeder Vernunft auf. Ein Besuch wird unbedingt empfohlen! Mehr dazu hier.

Idil Baydar als Jilet Ayşe

Idil Baydar als Jilet Ayşe

Jilet Ayşe Backstage

Jilet Ayşe Backstage

Acey Jee und Band

Acey Jee und Band

Auch musikalisch stand eine herausragende Frauenstimme im Vordergrund: Sängerin Acey Jee trat für zwei Sets auf und hatte dazu sowohl leise Lieder als auch rockigere Songs mitgebracht. Die charismatische Frontfrau und ihre Band freuten sich über die TänzerInnen, die sich zu später Stunde doch noch auf die Tanzfläche wagten, während andere den spätsommerlichen Abend im Gespräch auf der Dachterrasse des JustMusic-Hauses ausklingen ließen.

"Kreuzberg bleibt anders", sagte Monika Herrmann zum Abschluss ihrer kurzen Ansprache. Dem bleibt nichts hinzuzufügen.

Das QM-Team Wassertorplatz bedankt sich bei allen, die die Dankesveranstaltung möglich gemacht haben. Dazu zählen das Team von JustMusic sowie das Kiez-Netzwerk Kreuzberg, über den der Kontakt zum SkyLiveClub hergestellt wurde.

Über den Dächern von Kreuzberg

Über den Dächern von Kreuzberg


Kiezaktionen im Wassertorquartier zum Berliner Freiwilligentag

Im Rahmen des Berliner Freiwilligentags am 9. und 10. September 2016 öffneten soziale Organisationen und Einrichtungen ihre Türen und riefen zu spannenden und interessanten Mitmach-Aktionen auf.

"Bau auf, sitz drauf!" - Freiwilligenaktion des Kiez-Netzwerks Kreuzberg

Um den Wassertorkiez lebenswerter zu gestalten und den Anwohnern die Möglichkeit zu geben, auf ihren Gängen durch den Kiez öfter mal eine Sitzpause einzulegen, wurden am Freitag, den 9. September, an fünf Standorten Holzbänke von freiwilligen Helfern aufgebaut.

Nicola Meyer, Koordinatorin des Kiez-Netzwerks Kreuzberg, erklärt die Baupläne

Nicola Meyer, Koordinatorin des Kiez-Netzwerks Kreuzberg, erklärt die Baupläne

Teamwork: Vorbereitung in der Begegnungsstätte Gitschiner 15

Teamwork: Vorbereitung in der Begegnungsstätte Gitschiner 15

Die Aktion "Bau auf, sitz drauf!" ist eine Initiative des Kiez-Netzwerks Kreuzberg, die vor Ort mit viel Engagement und Esprit umgesetzt wurde. Mit fünf Teams, bestehend aus Freiwilligen von Unternehmen im Kiez und sozialen Einrichtungen sowie aus der Notunterkunft Lobeckstraße, wurden Bänke in unterschiedlichem Design aufgebaut.

Handwerkliches Geschick war gefragt - Standort Ritterstraße

Handwerkliches Geschick war gefragt - Standort Ritterstraße

Standort Prinzenstraße

Standort Prinzenstraße

Die kiezansässigen Unternehmen Werkhaus und Berliner Schrauben spendeten das Material. Über 30 freiwillige HelferInnen beteiligten sich an der Aktion. Die Teamarbeit der MitarbeiterInnen von den Unternehmen idealo, Jovoto, Ketchum Pleon und den Einrichtungen Familienzentrum Ritterburg, Formatwechsel e.V., MehrGenerationenHaus, Statthaus Böcklerpark sowie den Freiwilligen aus der Notunterkunft funktionierte einwandfrei.

Geschafft! Standort Notunterkunft Lobeckstraße

Geschafft! Standort Notunterkunft Lobeckstraße

Standort Kleine Ritterburg

Standort Kleine Ritterburg

Wer nun Lust bekommen hat, auf einer neuen Bank im Kiez zu verweilen, kann die gut auffindbaren Standorte besuchen. Die Bänke wurden im Garten des Kinderfreizeithauses Kleine Ritterburg, vor idealo in der Ritterstraße, vor dem MehrGenerationenHaus, vor dem Gebäude der Firma Gebrüder Geißler in der Prinzenstraße und vor der Notunterkunft in der Lobeckstraße aufgebaut.

Die Mitmach-Aktion wurde vom "Kiez-Netzwerk Kreuzberg - Gemeinsam für einen starken Kiez" organisiert, das die drei Partner MehrGenerationenHaus Wassertor 48 e.V., idealo internet GmbH und Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin Anfang des Jahres 2016 gestartet haben.

Mehr Informationen zum Kiez-Netzwerk finden Sie auf dieser Seite unten und hier.

"QM bastelt für den Kiez" - Quartiersmanagement Wassertorplatz

Müll ist nicht gleich Müll: Dass man aus leeren Tetrapacks schöne Geldbörsen gestalten kann, konnten kleine und große Anwohner bei der Bastelaktion des Quartiersmanagements erfahren.

Dina Rowold und Elisabeth Braun vom QM Wassertorplatz betreuen die Aktion auf dem Kastanienplatz

Dina Rowold und Elisabeth Braun vom QM Wassertorplatz betreuen die Aktion auf dem Kastanienplatz

Gartenaktivitäten im MehrGenerationenHaus Wassertor 48 e.V.

Im MehrGenerationenHaus konnten die Nachbarn im Rahmen des Berliner Freiwilligentag auch persönlich „Hand anlegen“ und mit Lust und Tatendrang eine Pflanze setzen, eine Holzbank bauen oder ein Gemüse-Hochbeet mauern.

Alles neu: Zaun, Bank und Beete vor dem MGH

Alles neu: Zaun, Bank und Beete vor dem MGH

Snack für alle Freiwilligen im MGH-Garten

Snack für alle Freiwilligen im MGH-Garten


Markt der Akteure

Das Sommerfest vom Wassertor 2016

Auch in diesem Jahr konnten sich alle Anwohner und Akteure über das Sommerfest im Kiez freuen. Beim Markt der Akteure, der am zweiten Samstag im Juli stattfand, gab es an 35 Ständen auf der Wassertorstraße zwischen Lobeck- und Prinzenstraße viel zu entdecken: Einrichtungen, Vereine und Gewerbetreibende präsentierten ihr Angebot und hatten sich Aktionen für kleine und große Besucher ausgedacht. Viele Nachbarn engagierten sich beim Fest und verkauften selbstgemachte Spezialitäten.

Sonne am Nachmittag

Sonne am Nachmittag

Auftritt der Karatetruppe von GymFist

Auftritt der Karatetruppe von GymFist

Ob Hüpfburg, Mitmachzirkus Cabuwazi, Mandalas malen, Taschen beschriften, Buttons stanzen, Zöpfe flechten oder Büchsen werfen - den kleinen Gästen aus dem Wassertorkiez wurde viel geboten. Beim Stand des Familienzentrums Ritterburg lernten die Kinder Papiertiere nach Origami-Art zu falten. Außerdem wurden selbstgemachte Taschen der "Patchworkmütter" verkauft, die sich einmal wöchentlich zum Nähen in der Ritterburg treffen. Das Unternehmen idealo, das sich u.a. mit seinem Mitarbeiter-Verein Sozialo im Kiez engagiert, hatte eine interaktive Station zum Gewürzeraten aufgebaut. Das Fest war gut besucht, am Nachmittag kam die Sonne heraus und überall sah man Kinder mit Luftballons und selbstgebasteltem Kopfschmuck. Die Künstlerin Lucia Peinado Metsch animierte mit ihrer mobilen Malwand zum kreativen Ausdruck.

Mobile Malwand...

Mobile Malwand...

...auch für die ganz kleinen Gäste

...auch für die ganz kleinen Gäste

Auch die älteren Anwohner kamen auf ihre Kosten: Im Hof der St.-Simeon-Gemeinde gab es Kaffee und Kuchen zum Hofkonzert. Bei der Aktion "Eine Blume für meine Nachbarin" vom MehrGenerationenHaus konnte jeder eine Topfplanze bekommen, um sie später an einen älteren Menschen aus der Nachbarschaft zu verschenken. Am Stand der Seniorenvertretung Friedrichshain-Kreuzberg setzte sich Seniorenvertreterin Elisabeth Schmidt für mehr Mitwirkung von älteren Menschen im politischen Geschehen ein: "More power to the old people", sagte sie lachend.

Das MehrGenerationenHaus warb ebenfalls für mehr politische Teilhabe und präsentierte die Aktion "So wählt unser Kiez!". In Vorbereitung auf die Berliner Wahlen zum Abgeordneten-Haus im September informierte das MGH-Team über die Wahlprogramme der unterschiedlichen Parteien. Das Beste an der Wassertorwahl: Unabhängig von Alter, Status oder Nationalität durfte an diesem Tag jeder Bewohner seinen Schein in die Wahlurne werfen. Ab Herbst soll es zur Aktivierung der Bewohner eine regelmäßige Politikrunde im MGH geben.

MGH: So wählt der Kiez - heute!

MGH: So wählt der Kiez - heute!

QM-Stand und Initiative Urban Street Forest

QM-Stand und Initiative Urban Street Forest

Vereine und Einrichtungen aus dem Kiez und angrenzenden Straßen präsentierten Freizeit- und Beratungsmöglichkeiten: Der Mieterbeirat der Gewobag hilft bei Fragen rund um das Thema Wohnen am Wassertor. Das Kultur- und Sozialzentrum Gitschiner 15 hält viele kostenlose kreative Angebote bereit. Das Diakonische Werk Stadtmitte berät zum Thema Sucht in Familien und bietet Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege für Geflüchtete. Der Nachbarschaftsladen Naunynstraße hilft türkischen und arabischen Anwohnern beim Ausfüllen von Formularen und Übersetzungen. Der Verein Wassertor MEDIEN e.V. bietet Kindern, Jugendlichen und Senioren Hilfestellung beim Umgang mit neuen Medien an.

Türkische Spezialitäten

Türkische Spezialitäten

Viktoriya Balitska und der Kiezchor

Viktoriya Balitska und der Kiezchor

An vielen Ständen wurden zusätzlich zum Informations- und Mitmachangebot diverse Leckereien angeboten. Quartiersrätin Elénore Bekamenga hatte Kochbananen und weitere afrikanische Spezialitäten vorbereitet, beim MGH-Stand gab es rundum gesunde Smoothies und das vor Kurzem neueröffnete Café Mirika verkaufte leckeren selbstgemachten Eistee. Besonders viel Andrang gab es beim Grill und am Stand mit türkischen Köstlichkeiten. Bei den süßen Zähnchen waren die mehrfarbigen Regenbogenwaffeln sehr beliebt.

Begleitet wurde das Straßenfest vom vielseitigen Bühnenprogramm am Ende der Wassertorstraße. Comedian Jilet Ayse moderierte mit viel Verve und Witz die unterschiedlichen Programmpunkte - vom Seniorentheater über die Mädchentanzgruppe motion*s und den Kiezchor zu der syrischen Band musiquana. Besonders Ali - Rapper und Kiezberühmtheit, die Karatevorführung von GymFist und der Auftritt von Musiker Niksn aus dem Künstlerkollektiv Traumsucht hatten es dem Publikum angetan. Chorleiterin und Sängerin Victoriya Balitska ließ das Fest am frühen Abend mit wunderschönen Chansons ausklingen.

Moderatorin Jilet Ayse mit Musiker Niksn

Moderatorin Jilet Ayse mit Musiker Niksn

Am Stand von Eléonore Bekamenga

Am Stand von Eléonore Bekamenga

Der Markt der Akteure wird über das Programm Soziale Stadt gefördert. Er wird unter Mitwirkung von Einrichtungen und Vereinen aus dem Gebiet organisiert und dient dazu, deren Angebote bekannt zu machen.


"Wir sind hörbar"

Porträt des Vereins WassertorMEDIEN e.V.

Juli 2016. Seit Anfang 2016 wird am Sendepult des Watergate-Studios im MehrGenerationenHaus Wassertor wöchentlich eine Radiosendung produziert. Montags um 12 Uhr läuft "88zwölf Berliner Mittag" über das nicht-kommerzielle Radioprojekt Berlin 88vier. Die Sendungen speisen sich aus den Projekten und Workshops des Vereins WassertorMEDIEN e.V., der Anfang 2015 gegründet wurde.

Ein laufendes Projekt ist die Bildungspartnerschaft mit der Otto-Wels-Grundschule. Unter dem Motto "Wir sind hörbar" sind die Schüler montagsnachmittags im Kiez und in der Stadt unterwegs. Auf der Suche nach Tönen nehmen sie Fundstücke auf, die später zu Klangcollagen verarbeitet und in einer Mittagssendung am 25.7. präsentiert werden. Im Rahmen des Projekts besuchten die Kinder den Kreuzberger Rapper Niksn, der auch beim diesjährigen Straßenfest auftrat und produzierten gemeinsam einen kurzen Rap. Ein Interview mit Niksn findet sich im Wassertorpodcast. Ab Herbst wird es eine regelmäßige Mediensprechstunde sowie einen Smartphonekurs für Senioren geben.

Im Verein WassertorMEDIEN e.V. haben sich Medienprofis mit unterschiedlichen Hintergründen und Biographien zusammengefunden, um ehrenamtlich vom Wassertorkiez aus Radio zu machen und Medienkompetenz insbesondere an Kinder, Jugendliche und Senioren zu vermitteln. So hat Vorstandsmitglied Ralf Pierau für unterschiedliche Print- und Onlinemedien geschrieben, als Lektor und im Bereich PR gearbeitet und erzählt nun als ehrenamtlicher Radiomacher am liebsten biographische und lokale Geschichten.

Der gemeinnützige Verein finanziert sich über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Projektanträge. Interessante Informationen, Filme, Beiträge zum Kiez, zu Kreuzberg und Berlin und vor allem den Wassertorpodcast mit Beiträgen aus den Mittagssendungen zum Nachhören finden Sie hier.


Kunst im Kiez

Sommerliche Mal-, Graffiti- und Pflanzaktionen

Gräulich und abscheulich? Von wegen! In diesem Sommer wird der Wassertorkiez kunterbunt: Schüler sprayen, eine mobile Malwand ist unterwegs, großformatige Graffitikunst ziert zwei Häuserfassaden und bald wachsen Bäume auf Balkonen. Also: Augen auf für die Kiezkunst und -künstler!

Kleine Künstler: Im Mai fand das große Schulfest der Otto-Wels-Grundschule im Rahmen des europaweiten Fests der Nachbarn statt. Neben vielen Ständen mit Bastel-, Spiel- und Beschäftigungsangeboten hatten die Künstlerin und Quartiersrätin Lucia Peinado Metsch und die Kunstlehrerin Juliane Perthen eine Malaktion initiiert. Die Kinder und - wenn sie wollten - auch die Erwachsenen konnten draußen an einer Wand des Schulgebäudes auf Papier malen. Die Farbspuren sind jetzt noch auf dem Boden zu sehen.

Mobiles Malen: Eine transportierbare Malwand war im Juni am Kastanienplatz, in der Kiezstube und am Wassertorplatz zu finden. Alle kleinen und großen Nachbarn waren herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Die Malwand war auch beim Sommerfest in der Wassertorstraße aufgebaut und animierte alle BesucherInnen, selbst kreativ zu werden. Angelehnt an das Konzept des französischen Künstlers Arno Stern gehe es bei dem freien Malen nicht um die Bewertung des fertigen Bildes, sondern um die eigene Kreativität, den spielerischen Prozess und die Konzentration auf das Malen an sich, so Lucia Peinado Metsch. Die mobile Malwand wird noch öfter im Kiez auftauchen. Die Aktion von Lucia Peinado Metsch wird über den Aktionsfonds gefördert.

Balkonbäume: Die Initiative Urban Street Forest hat es sich wiederum zur Aufgabe gemacht, die Stadt zu begrünen. Durch das Bepflanzen von Bäumen auf Balkonen des Straßenüberbaus am Ende der Wassertorstraße verwandelt sich der graue Betonklotz in ein Baumhaus der anderen Art. Denn: Bäume geben Farbe, dämpfen Lärm, ziehen Vögel und Insekten an, filtern Staub und erzeugen Sauerstoff. Und für jeden Balkonbaum wird ein Baum in einem Entwicklungsland gepflanzt. Auch diese Aktion wird über den Aktionsfonds gefördert.

Schulsprayer: An Stelle von grauen Stromkästen sind jetzt viele bunte Figuren und Gesichter im Kiez zu entdecken. In einer von Vattenfall gesponserten Aktion wurden im Juli bereits acht Stromkästen von Schülern der vierten Klasse der Otto-Wels-Grundschule angesprüht. Die Kinder hatten selbst die Motive ausgewählt und auf Papier vorgemalt. Sie waren mit Freude und Elan dabei und wurden von Kunstlehrerin Juliane Perthen und zwei professionellen Sprayern betreut, die ihnen die Technik des Sprühens genau erklärten. Ein besorgter Anwohner rief die Polizei, was kurzzeitig für Aufregung sorgte, doch natürlich war alles angemeldet und genehmigt. Im August wird die Aktion weitergehen und Kinder aus dem Familienzentrum Ritterburg werden noch mehr Verteilerschränke mit eigenen Bildern verschönern.

Gewobag Graffiti: Auch die Wohnungsgesellschaft Gewobag trägt dazu bei, den Wassertorkiez neu und weniger trist zu gestalten. Nicht zu übersehen sind die großen Graffiti an zwei Häuserfassaden: An der Prinzenstraße Ecke Wassertorstraße fällt ein Apfel vom Himmel und an der Bergfriedstraße Ecke Kastanienplatz ziert ein Ornament im Mandalastil die Wand.


Kiezrundgang mit Bundesbauministerin Barbara Hendricks

Am Mittwoch, den 7. Juli 2016, konnte sich das Quartier über Besuch aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit freuen: Bundesministerin Barbara Hendricks besichtigte den Kiez auf einem Rundgang vom Moritzplatz über die Ritterhöfe und den Kastanienplatz zum MehrGenerationenhaus Wassertor. Sie informierte sich über die städtebauliche Entwicklung der Gegend, die Bedeutung von innovativen Unternehmen im Gebiet und die Umsetzung des Förderprogramms 'Soziale Stadt'.

Als ein positives Beispiel für unternehmerisches Engagement im Kiez stellte sich die idealo internet GmbH vor. idealo ist seit eineinhalb Jahren in den Ritterhöfen ansässig und wirkt im 'Kiez-Netzwerk Kreuzberg' mit. idealo unterstützt auch die LebensWerkGemeinschaft Berlin-Brandenburg, die die berufliche und soziale Rehabilitation behinderter Menschen fördert. Als Geschenk wurde der Bundesministerin ein in der Tischlerwerkstatt hergestelltes Vogelhäuschen überreicht.

Im MehrGenerationenHaus berichtete Geschäftsführerin Julia Lehmann von den vielen unterschiedlichen Angeboten des Hauses für die Anwohner und der guten Resonanz und Mitwirkung in der Nachbarschaft: Ca. 3000 Nachbarn nutzen monatlich die Einrichtung. "Ohne das Projekt 'Soziale Stadt' würde es dieses Haus nicht geben", so Thomas Werner, Leiter des Quartiersmanagements Wassertorplatz. Begleitet wurde die Bundesministerin u.a. von der Bundestagsabgeordneten Cansel Kiziltepe, die sich für die sozialen Aspekte städtebaulicher Veränderung einsetzt. "Integration entscheidet sich in den Quartieren, Kiezen und der Nachbarschaft - da wo Zusammenleben stattfindet. Wie im Wassertorviertel in Berlin-Kreuzberg", postete Barbara Hendricks nach dem Kiezbesuch auf Facebook.

Hier finden Sie den Bericht des Bundesministeriums.


Wahl im Wassertorkiez 2016

Die erste Bewohnerwahl im Quartier am Wassertorplatz

Nach langer Vorbereitungsphase ist es nun soweit: Es gibt einen neuen Quartiersrat und eine neue Aktionsfondsjury für die Jahre 2016 bis 2018. Am Montag, den 18. April, fand die Bewohnerwahlversammlung im Gemeindesaal der St. Simeon-Kirche statt. Die VertreterInnen der Anwohner aus dem Wassertorkiez wurden auf zwei Jahre in die beiden Bewohnergremien gewählt. Für den Quartiersrat hatten sich 13 engagierte BewohnerInnen gemeldet, für die Aktionsfondsjury waren es neun Personen. Der Wahlabend war ein schöner Erfolg für den Kiez: Alle aufgestellten KandidatInnen wurden gewählt.

Quartiersrat

Quartiersrat

Aktionsfondsjury

Aktionsfondsjury

Die dreistündige Veranstaltung im hellen Saal der St. Simeon-Gemeinde in der Wassertorstraße war gut besucht: Neben vielen Anwohnern, KandidatInnen, Wahlhelfern und den MitarbeiterInnen des Quartiersmanagements waren Ralf Hirsch als Vertreter für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und Jana Nowratzky vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg anwesend. Thomas Werner, Leiter des Quartiersmanagements Wassertorplatz, moderierte das Programm des Abends. Zu Beginn führte er in den Ablauf, die Wahlordnung und die Arbeit des QM ein. Unterstützt wurde er von seinen Kolleginnen Sarah Zornhagen und Elisabeth Braun, die Einblicke in die Aufgabengebiete der Bewohnergremien gaben. Zunächst wurde für den Quartiersrat, dann für die Aktionsfondsjury abgestimmt. In prägnanten und immer charmanten Kurzvorträgen stellten sich alle KandidatInnen vor und präsentierten ihre speziellen Anliegen für den Kiez.

Die BewohnervertreterInnen aus dem Wassertorkiez wurden in der Wahlveranstaltung in einer geheimen Wahl von den Anwohnern gewählt. In den Jahren zuvor waren die Mitglieder durch Wahl an verschiedenen Standorten im Quartier oder durch andere öffentliche Verfahren ermittelt worden. In diesem Jahr hatten sich 22 KandidatInnen für beide Gremien zur Wahl gemeldet. Einige davon engagieren sich schon seit Jahren ehrenamtlich für den Kiez, wie z.B. die amtierenden Quartiersräte Eléonore Bekamenga, Marcel Exner, Rania Nehme und Helmut Richter - hier im Interview. Doch es sind ebenso neue Gesichter hinzugekommen, erfreulicherweise auch aus dem zum Jahresanfang erweiterten Gebiet.

So zum Beispiel Christoph Bohne, der nun für den Quartiersrat aktiv wird: Der 32jährige Sozialarbeiter wohnt seit sechs Jahren im Erweiterungsgebiet des Quartiers und organisiert bereits mit seinem Verein Fußballtraining für die Geflüchteten in der Notunterkunft in der Lobeckstraße. Wie vielen anderen KandidatInnen auch liegt ihm die Verschönerung des Wohnumfelds im Wassertorkiez am Herzen, doch auch die Themen Jugend, Bildung und Teilhabe sind ihm wichtig. Auch die spanische Künstlerin Lucia Peinado Metsch ist in den Quartiersrat gewählt worden. Sie möchte sich für ein achtsames Miteinander einsetzen und die Kreativität im Kiez fördern. Als Leiterin von Malgruppen arbeitet sie im Familienzentrum Mehringdamm und plant in den nächsten Wochen eine mobile Malwand im Kiez zu installieren, an der sich alle Anwohner beteiligen können. Die Rentnerin Lieselotte Britzke, Mitglied der Aktionsfondsjury, engagiert sich wiederum, weil sie möchte, dass sich die Menschen verschiedener Herkunft besser kennenlernen.

Gemeindesaal St. Simeon

Gemeindesaal St. Simeon

Kiezchor vom Wassertorquartier

Kiezchor vom Wassertorquartier

In beiden Gremien kommen BewohnervertreterInnen unterschiedlicher Altersstufen, Herkunft und Arbeitshintergründe zusammen und repräsentieren damit die Vielfalt des Kiezes. Neben den Themen öffentlicher Raum und Nachbarschaft, Bildung und Arbeit zeigte sich bei allen Engagierten das große Anliegen, die Kommunikation der Anwohner untereinander zu verbessern, andere zum Mitmachen zu motivieren und den Kiez gemeinsam zum Positiven zu verändern.

Nach dem offiziellen folgte der gesellige Teil des Abends: Während die Stimmen ausgezählt wurden, trat der Kiezchor unter der Leitung von Viktoriya Balitska auf. Dass nicht alle Mitglieder des Chors an diesem Abend Zeit gefunden hatten, machte dem begeisterten Publikum nichts aus. Es war wie immer ein berührender Auftritt und eine Zugabe durfte nicht fehlen. Danach gab es bei vegetarischem Chili die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und die KandidatInnen noch besser kennenzulernen. Schließlich waren alle Stimmen ausgezählt, und jeder Wahlschein wurde für gültig befunden. So konnten Thomas Werner und Kollegin Dina Rowold, seit Anfang 2016 neu im QM-Team, zum Abschluss des Abends das erfreuliche Ergebnis verkünden. Es bleibt allen Quartiersrats- und Aktionsfondsjurymitgliedern für die nächsten zwei Jahre eine spannende und erfolgreiche Arbeit zu wünschen!

Fröhliche Quartiersräte...

Fröhliche Quartiersräte...

...nach der Wahl!

...nach der Wahl!


Hier befindet sich der Mittelpunkt Berlins

Ein Spaziergang unserer neuen Kiezredakteurin im erweiterten Gebiet im Februar 2016

Viele Jahre habe ich in der Wassertorstraße gewohnt. Täglich war ich in dem Viertel unterwegs und habe vieles gar nicht mehr wahrgenommen, weil es mir so vertraut war. Um einen unverstellten Blick auf den Kiez bekommen zu können, lade ich einen Freund von mir ein und spiele Tourguide durch das Erweiterungsgebiet.

Wir beschließen, den Rundgang von Nord nach Süd zu machen, und starten an der viel befahrenen Oranienstraße auf Höhe der Otto-Suhr-Siedlung. Wir laufen durch die Höfe der in den 50er und 60er Jahren gebauten Hochhäuser. Trotz der Nähe zum Verkehrsknotenpunkt Moritzplatz und geschäftigen Aufbau Haus ist es ruhig, fast idyllisch, und das trotz der hohen Bauten und des Sperrmülls, der hier und da herumliegt. Mancher Bewohner der Erdgeschosswohnungen hat sich ein kleines Blumenbeet angelegt. Leider ist es noch zu kalt für die ersten Knospen, auf den kleinen Spielplätzen innerhalb der Höfe sind auch keine Kinder zu sehen.

Otto-Suhr-Siedlung

Otto-Suhr-Siedlung

Café an der Oranienstraße

Café an der Oranienstraße

Im Hof der St.-Jacobi-Kirche auf der gegenüberliegenden Straßenseite herrscht wieder eine ganz andere in sich gekehrte Atmosphäre. Das schwarze Brett am Kirchhofgitter informiert über die vielen Veranstaltungen der aktiven Gemeinde. Auch die St.-Simeon-Kirche in der Wassertorstraße gehört dazu. Diese ist die erste Flüchtlingskirche Deutschlands und im Januar standen sogar Sendewagen des ZDF davor, ein Gottesdienst wurde im Fernsehen übertragen. Wer sich dafür interessiert, kann sich diesen in der Mediathek sogar noch online anschauen.

Hinter der Kirche an der Ritter-, Ecke Lobeckstraße liegt der Gewerbehof „AQUA Carré“, heute ein Kreativzentrum, in dem Backsteingebäude einer ehemaligen Armaturen- und Metallwarenfabrik. Der Schriftzug „Butzke Werke“ steht immer noch an der Frontseite und ist Namensgeber für den Club „Ritter Butzke“ in den hinteren Hallen des alten Werks. Mittlerweile ist es Nachmittag, aus dem Club hören wir eher sphärische Klänge als heftige Bässe, die Feierei neigt sich wohl langsam dem Ende zu.

Eingang zum Club

Eingang zum Club

Graffiti am Aqua Carré

Graffiti am Aqua Carré

Wir besuchen auch das IMA Design Village in der Ritterstraße auf der anderen Seite der Prinzenstraße, ebenfalls ein ehemaliges Fabrikgebäude der Butzke Werke. Wir bestaunen die kunstvollen Graffiti und die vielen Schilder kreativer Unternehmen, auch eine Tanzschule ist hier zu finden. Im hübschen Innenhof des Klinkergebäudes lässt sich unter der Woche im Restaurant entspannt Mittagessen.

Eingang zum IMA Design Village

Eingang zum IMA Design Village

Innenhof des IMA Design Village

Innenhof des IMA Design Village

Mein Freund hantiert mit der Gesundheitskarte, einem Kiezplan, der über das Quartiersmanagement finanziert wurde und alle Bewegungs-, Ernährungs- und Beratungsanlaufstellen zeigt. Er ist beeindruckt, wie viele Möglichkeiten und Angebote es im Quartier gibt. Zwischen Alexandrinen- und Lobeckstraße liegt z.B. das Familienzentrum Ritterburg, das den Eltern und Kindern rund um den Wassertor- und Moritzplatz Raum für Begegnung, Kreativität, Unterstützung und Gemeinschaft bietet. Etwas weiter geradeaus befindet sich das Schulviertel des Wassertorkiezes: Das Oberstufenzentrum Konstruktionsbautechnik (Hans-Böckler-Schule) und die Otto-Wels-Grundschule, in der etwa 90% Kinder mit Migrationshintergrund unterrichtet werden. In der Sporthalle ist nun eine Notunterkunft für Geflüchtete eingerichtet worden. Gerade wird das Mittagessen ausgegeben, einige Männer stehen vor dem Gebäude, unterhalten sich und rauchen.

Etwas weiter in Richtung Gitschiner Straße wird an dem Bauprojekt „The Yard“ gearbeitet. Hier entstehen Eigentumswohnungen, Hotel, Spa und laut eigener Beschreibung eine „spektakuläre Gartenanlage“ – ein großer Kontrast zu den Hochhausneubauten des Kiezes. Ob man da auch einfach so Wellness machen und in den Garten kann?, fragen wir uns und sind skeptisch.

Zuletzt habe ich für meinen Freund noch eine Überraschung parat: Direkt im Wassertorkiez liegt nämlich der Mittelpunkt Berlins, offiziell vermessen und markiert vom Vermessungsamt Kreuzberg und der Steinmetz-Bildhauer-Innung Berlins.

Wir haben beide viel gelernt auf der neuen Seite des Gebiets: die Mischung aus Wohnviertel, sozialen Angeboten und Gewerbe verspricht interessante Geschichten! Ich freue mich auf die kommenden Monate, in denen ich meinen „alten“ Kiez noch einmal neu kennenlernen kann.

Unsere Kiezredakteurin Kati Sprung wohnte zehn Jahre lang in der Wassertorstraße wie einst ihr Lieblingsautor Christopher Isherwood. Für das Quartiersmanagement am Wassertorplatz entdeckt sie den ihr lieb gewordenen Wassertorkiez aus kurzer Distanz noch einmal neu.