Gewerbeeinbindung

Vernetzung von Unternehmen und sozialen Akteuren zur Stärkung der gemeinwesenorientierten Potenziale im Gebiet

Seit April 2016 gibt es ein neues Netzwerk für gewerbliche und gemeinnützige Organisationen. In nur wenigen Monaten gelang es den Initiator/innen zahlreiche Kooperationen abzuschließen und zu festigen, um für die Bewohner/innen und für den Wassertorkiez Ideen und zukunftsweisende Pläne umzusetzen.

Was ist das „Kiez-Netzwerk“?

Initiator/innen dieser Idee sind das MehrGenerationenHaus Wassertor und idealo internet GmbH. Ende 2015 kamen sie auf die Idee des „Kiez-Netzwerks“ und konnten den Paritätischen Bund als Partner und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (seit Januar 2017: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen) als Unterstützer gewinnen. Bereits während der Kommunikation dieser Idee konnten wichtige lokale Organisationen als Partner gewonnen werden, so dass im April 2016 mit ausgewählten Unternehmen und soziale Organisationen der Kick-Off-Kreis gebildet werden konnte. Zu den wesentlichen Zielen des Netzwerktreffs gehört die gemeinsam abgestimmte Entwicklung und Formulierung von konkreten Schritten für die Aufwertung des Kiezes.

Wer sind die Partner des „Kiez-Netzwerkes“? Aufbau Haus - Formatwechsel - BKK-VBU - Gitschiner 15 - Gebrüder Geisler - MehrGenerationenHaus Wassertor - idealo - Familienzentrum Ritterburg (Nestwärme e.V.) - Just Music - Notunterkunft Lobeckstraße (Mavi) - Modulor - Plan MSA - Tokyo Bike - Wassertormedien

Im Laufe des Jahres 2016 konnten weitere Organisationen für die Zusammenarbeit gewonnen werden:
Atelier Fanelsa - Aspe e.V.- Ernst Augustin Pumpen - Inssan e.V. - Berliner Schrauben - Selbsthilfegruppe pflegender Angehörigen - Betahaus - Statthaus Böcklerpark - Buchhandlung Moritzplatz - Wohnheim Stallschreiber Str. (Prisod) - Etsy - gewobag - Kolor - Kreuzwerker - Leslie Gallerie - Mykita - place/making - Werkhaus

Welche ersten Ergebnisse des „Kiez-Netzwerkes“ gibt es?

Einsatz für gemeinnützige Veranstaltungen

Beim Markt der Akteure in der Wassertorstraße im Juli 2016 organisierten Unternehmen und Initiativen aus dem Netzwerk neun Stände; das Aufbau Haus leistete zusätzlich einen Beitrag zum Bühnenprogramm und Just Music bot die Technik für diese und für weitere Veranstaltungen an. Geplant ist, dass der Markt der Akteure in 2017 in der Ritterstraße stattfinden soll; mehrere Unternehmen haben bereits zugesagt, sich stärker daran zu beteiligen und diesen mitzugestalten.

An der Kiezaktion Bau auf, sitz drauf! am Berliner Freiwilligentag im September 2016, beteiligten sich die Akteure des Netzwerkes an einer Kiezaktion, um Holzbänke für die Nachbarschaft zu bauen. Gitschiner 15 hat die Holzwerkstatt und den Werkstattleiter bereitgestellt und das MehrGenerationenHaus hat als Drehpunkt und Abschlussort gedient. Werkhaus und Berliner Schrauben haben Material gespendet, idealo, Ketchum, jovoto, Familienzentrum Ritterburg, Notunterkunft Lobeckstraße, Formatwechsel und Statthaus Böcklerpark haben mit vielen Freiwilligen mitgewirkt. Auch im nächsten Jahr soll es eine größere Freiwilligenaktion geben, um Unternehmensmitarbeiter/innen und Bewohner/innen zusammenzubringen.

Für den Kreuzberger Quartiersräte-Kongress im September 2016 stellte Just Music seine Räumlichkeiten für die „Dankesveranstaltung“ für alle ehrenamtlich Engagierten in den Kreuzberger QM-Gebieten zur Verfügung.

Auf dem Adventsmarkt auf dem Kastanienplatz im Dezember 2016, in der Kiezstube und am Kastanienplatz organisierten das MehrGenerationenHaus und das Familienzentrum eine Kinderbastelaktion mit Freiwilligen von idealo; der Weihnachtsbaum wurde von der Gewobag auf dem Kastanienplatz aufgestellt.

Inhaltliche Zusammenarbeit

Bereits im April wurden die fehlenden Nachbarschaftsangebote am Moritzplatz angesprochen. Das MehrGernerationenHaus, der Paritätische, das Aufbau Haus und der Bezirk / Amt für Soziales begannen daher, zusammen an der strategischen Weiterentwicklung der ehemaligen Bona-Peiser-Bibliothek zu arbeiten, die 2017 als Nachbarschafts- und Kulturhaus neu eröffnet wird. Die lokale Agentur Atelier Fanelsa wird mit der Raumgestaltung beauftragt; weitere Organisationen / Einrichtungen haben bereits jetzt schon ihr Interesse an der Mitgestaltung der Angebote bekundet.

Zu Beginn der Arbeit bildete sich die „AG Arbeitsmarktzugang“ mit den sozialen Trägern Paritätischen, Formatwechsel, MehrGenerationenHaus und den Unternehmen Gebrüder Geisler sowie BKK-VBU. Ende November 2016 fand der erste Schnuppertag für eine lokale Oberstufenklasse im Werk von Gebrüder Geisler statt – mit guter Rückmeldung von allen Seiten. Weitere Schnuppertage in anderen Unternehmen sollen folgen.

Im Netzwerk sind die Einrichtungen MehrGenerationenHaus und Gitschiner 15 erstmals in einen engeren Austausch gegangen; im Juni verfassten sie eine Interessensbekundung für ein gemeinsames Projekt für inklusive Angebote.

Die Krankenkasse BKK-VBU finanziert eine Schulung zum Thema gesunde Ernährung, die die ehrenamtlichen Köchinnen im MehrGenerationenHaus 2017 besuchen werden.

Spenden für den guten Zweck

Das Unternehmen idealo hat eine langfristige Kooperation zur Spende ihrer Pfandflaschen an die Einrichtung Gitschiner 15 abgeschlossen.

Vier Unternehmen des Netzwerks (Gebrüder Geisler, Aufbau Haus/Theresia Zander Stiftung, Mykita, Just Music) haben sich zusammengeschlossen, um den außerschulischen Unterricht bzw. die Unterstützung von Schüler/innen bei ihren Vorbereitungen auf die MSA-Prüfungen (Plan MSA) im Jahr 2017 mit knapp 5000 € zu retten.

Träger
Wassertor e.V.
Fördersumme
44.000 €
Laufzeit
01/2018 – 12/2019
Kontakt
Nicola Meyer, Wassertor e.V.
c/o MehrGenerationenHaus Wassertor, Wassertorstr. 48, 10969 Berlin
Tel.: 030-615 07 261
E-Mail: meyer@mgh-wassertor.de