"Spannend, flexibel, offen"

5. Treffen des Kieznetzwerks Kreuzberg

April 2018. Vertreter*innen von Unternehmen, Vereinen und Einrichtungen aus dem Wassertorkiez trafen sich am 25.4.2018 in den Bona Peiser Projekträumen, um sich beim 5. Treffen des Kiez-Netzwerks Kreuzberg zu vernetzen, auf die bisherige Netzwerkarbeit zurückzublicken und sich über neue Projekte und Initiativen auszutauschen.

Vorstellungsrunde in den Bona Peiser Projekträumen

Vorstellungsrunde in den Bona Peiser Projekträumen

Nicola Meyer (2. von links), Projektleitung Kieznetzwerk Kreuzberg

Nicola Meyer (2. von links), Projektleitung Kieznetzwerk Kreuzberg

Nicola Meyer vom Verein Wassertor e.V. leitet das Projekt "Kiez-Netzwerk Kreuzberg" seit zwei Jahren. Mitinitiatoren sind der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin und die in den Ritterhöfen ansässige Idealo Internet GmbH. Das Netzwerk versteht sich als Plattform für Gewerbetreibende, Freiberufler*innen und soziale sowie Bildungseinrichtungen im Kiez. Was 2016 mit einem Treffen im kleineren Kreis und offenen Ausgang begann, hat sich heute zu einem produktiven Netzwerk mit eigener Präambel entwickelt.

In ihrem kurzen Rückblick nannte Nicola Meyer die Eröffnung der Bona Peiser Projekträume (mehr dazu hier) in diesem Jahr als ein erfolgreiches Projekt, das aus dem Netzwerk entstanden ist. Zudem wurden Kooperationen gebildet und Aktionen gemeinsam durchgeführt, z.B. zum Berliner Freiwilligentag (mehr dazu hier) oder im Rahmen eines nachbarschaftlichen Gesundheitsfests am Kastanienplatz (mehr dazu hier).

Bei diesem fünften Treffen waren über 30 unterschiedliche Gewerbe und Einrichtungen aus dem Kiez vertreten. In kurzen Pitches stellten die Vertreter*innen ihre Projekte vor und warben um Interesse, Unterstützung und aktive Mitarbeit, hier eine kleine Auswahl:

  • Stefan Fritzsche-Sens von der Gewobag stellte die Kiezstube als Ort der täglichen Nachbarschaftsbegegnung vor sowie zwei Pflanzaktionen für die Verschönerung des Kiezes im Mai.

  • Jereon Bitto von Sozialo e.V. (dem Verein für ehrenamtliche Arbeit der Idealo GmbH) präsentierte zwei Events, die in Kooperation mit dem Quartiersmanagement Wassertorplatz geplant sind: Public Viewing zur Fußball-EM auf dem Kastanienplatz sowie eine lange Tafel als Unterstützung der Willkommenskultur im Kiez für Nachbar*innen und Geflüchtete.

  • Julia Jansen von der Flüchtlingskirche in der Wassertorstraße bat um Materialspenden, um für das täglich geöffnete Café der Kirche eine Terrasse bauen zu können.

  • Julia Lehmann, Wassertor e.V, stellte ein Fundraisingprojekt in Kooperation mit der Onlineplattform nebenan.de und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband vor.

  • Matthias Koch, seit 10 Jahren mit dem Aufbau-Haus als Unternehmer am Moritzplatz aktiv, betonte: „Es gibt nachhaltige Unternehmer, die auch mitgestalten.“ Er warb für den Aufbau einer Planungswerkstatt für die Weiterentwicklung des Moritzplatzes und plädierte für ein konstruktives Miteinander mit Anwohner*innen, Eigentümern, Ämtern und Politiker*innen. „Wenn man die Bürger beteiligt, kommt etwas dabei heraus.“

Henning von der Osten, Gebrüder Geisler

Henning von der Osten, Gebrüder Geisler

Anne Ware, Coach beim Projekt TeenKom

Anne Ware, Coach beim Projekt TeenKom

Die Firma Gebrüder Geisler befindet sich seit 1929 in Kreuzberg, erzählte Geschäftsführer Dr. Henning von der Osten, in seiner Begrüßungsrede. Er unterstützt das Projekt "TeenKom" in Kooperation mit Caiju e.V., das Berufsorientierung und Arbeitsmarktzugang für Jugendliche schaffen möchte. Es ist ein niedrigschwelliges Angebot, das Blitzjobs, d.h. kleine Arbeitseinsätze für Jugendliche vermittelt. Hierbei lernen die Jugendlichen Kernkompetenzen wie Rollenverhalten, Respekt und den Umgang in der Arbeitswelt sowie unterschiedliche Berufe und Organisationsformen kennen. Caiju e.V. ist auf der Suche nach privaten, gewerblichen und sozialen Kooperationspartnern im Kiez, die Jugendliche für Blitzjobs buchen möchten. Mehr dazu unter www.teenkom.de.

Die Finanzierung des Projekts "Kiez-Netzwerk Kreuzberg" wurde auf zwei weitere Jahre bewilligt. Das Netzwerk bleibe "spannend, flexibel, offen - ein Gerüst, das von den Menschen gefüllt wird", sagte Nicola Meyer. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Die Fotos wurden mit freundlicher Genehmigung vom Kiez-Netzwerk Kreuzberg zur Verfügung gestellt. Bildnachweis: © 2komma8 – Marielle Morawitz.